Die Lose sind gezogen, das Achtelfinale im DFB-Pokal steht. Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund griff Markus Gaugisch, Bundestrainer der deutschen Handballerinnen, als Losfee in den Topf und bescherte ausgerechnet dem BVB das schwerste Los: Borussia Dortmund muss zu Eintracht Frankfurt. Der FC Bayern empfängt Hertha BSC, Leverkusen und Leipzig treffen im einzigen weiteren Bundesliga-Duell aufeinander. Gespielt wird am 1. und 2. Dezember.
Alle Paarungen im DFB-Pokal-Achtelfinale
| Heim | Gast | Ligen |
|---|---|---|
| Eintracht Frankfurt | Borussia Dortmund | Bundesliga gegen Bundesliga |
| VfB Stuttgart | Dynamo Dresden | Bundesliga gegen 2. Bundesliga |
| Bayer Leverkusen | RB Leipzig | Bundesliga gegen Bundesliga |
| FC Bayern München | Hertha BSC | Bundesliga gegen 2. Bundesliga |
| Borussia Mönchengladbach | SV Darmstadt 98 | Bundesliga gegen 2. Bundesliga |
| 1. FC Kaiserslautern | SC Freiburg | 2. Bundesliga gegen Bundesliga |
| Holstein Kiel | 1. FC Köln | 2. Bundesliga gegen Bundesliga |
| VfL Bochum | FC Augsburg | 2. Bundesliga gegen Bundesliga |
Im Lostopf lagen zehn Bundesligisten und sechs Zweitligisten. Getrennte Töpfe gibt es im Achtelfinale nicht mehr, jeder konnte jeden ziehen. Ein reines Zweitliga-Duell ist nicht dabei. Damit ist offen, ob überhaupt ein Zweitligist das Viertelfinale erreicht: Alle sechs müssen gegen einen Erstligisten ran.
Das Kracherlos: Frankfurt gegen Dortmund
Gleich das erste gezogene Los war das Topspiel der Runde. Eintracht Frankfurt hat Heimrecht gegen Borussia Dortmund, zwei Pokalmannschaften mit Erfahrung in K.-o.-Spielen. Die Eintracht zog mit einem 3:1 beim Hamburger SV ins Achtelfinale ein, nachdem der HSV in der ersten Hälfte die besseren Chancen hatte. Der BVB brauchte gegen Werder Bremen ein Tor von Marcel Sabitzer in der Nachspielzeit, um mit 3:2 weiterzukommen, nachdem Niclas Füllkrug eine 2:0-Führung mit zwei Treffern egalisiert hatte. Für Dortmund ist es ein klassisches Auswärtslos mit Fallhöhe: Gegen einen direkten Ligakonkurrenten gibt es keinen Favoritenbonus.
Leverkusen gegen Leipzig: Torfestival mit Ansage?
Das zweite Bundesliga-Duell verspricht Offensive. Bayer Leverkusen schoss den 1. FC Nürnberg in der 2. Runde mit 5:2 aus dem Wettbewerb. RB Leipzig hatte es in Essen deutlich schwerer: In Unterzahl und nach 0:1-Rückstand drehte der eingewechselte Christoph Baumgartner das Spiel mit zwei späten Treffern. Ein solcher Abend an der Hafenstraße zeigt, wie dünn die Linie zwischen Weiterkommen und Pokal-Aus ist.
Heimrecht für drei Zweitligisten
Für die Außenseiter ist das Heimrecht im Pokal oft die halbe Miete. Gleich drei Zweitligisten dürfen ihren Bundesliga-Gegner vor eigenem Publikum empfangen:
- 1. FC Kaiserslautern gegen SC Freiburg: Die Roten Teufel gewannen in der 2. Runde 2:0 in Hannover. Freiburg, Pokalfinalist von 2022, setzte sich mit 3:2 gegen Wolfsburg durch. Der Betzenberg ist für seine Pokalnächte bekannt, für einen Underdog das ideale Pflaster.
- Holstein Kiel gegen 1. FC Köln: Kiel warf Bundesligist Hoffenheim im Elfmeterschießen raus, nach 1:1 nach Verlängerung. Köln kommt mit Rückenwind: Das 5:0 gegen Union Berlin war das deutlichste Ergebnis der 2. Runde.
- VfL Bochum gegen FC Augsburg: Bochum ist der Pokalschreck dieser Saison und schaltete Mainz mit 2:0 aus. Augsburg tat sich beim Drittligisten Großaspach schwer, ehe ein 4:2 feststand.
Auswärts beim Favoriten: Hertha, Dresden und Darmstadt
Drei Zweitligisten müssen die schwere Reise antreten. Hertha BSC spielt beim Titelverteidiger in München. Bayern kam mit einem 6:1 gegen Magdeburg souverän weiter und hat wieder Heimrecht. Hertha hat in der Liga einen starken Start erwischt und kam mit einem 2:0 beim Regionalligisten Jeddeloh II weiter.
Dynamo Dresden sorgte in der 2. Runde mit einem 2:0 gegen Schalke 04 für eine der Pokalsensationen und muss nun zum VfB Stuttgart, der in Paderborn erst in der Nachspielzeit durch Deniz Undav gewann. Darmstadt 98 besiegte Bundesligist Elversberg mit 2:0 und tritt bei Borussia Mönchengladbach an. Gladbach kam gegen den Karlsruher SC trotz langer Unterzahl mit 2:0 weiter.
Die Ergebnisse vom Mittwoch der 2. Runde
| Spiel | Ergebnis |
|---|---|
| SSV Jeddeloh II gegen Hertha BSC | 0:2 |
| Dynamo Dresden gegen FC Schalke 04 | 2:0 |
| SC Paderborn gegen VfB Stuttgart | 0:1 |
| SC Freiburg gegen VfL Wolfsburg | 3:2 |
| Holstein Kiel gegen TSG Hoffenheim | 1:1 n.V., 4:3 i.E. |
| Bayer Leverkusen gegen 1. FC Nürnberg | 5:2 |
| Hannover 96 gegen 1. FC Kaiserslautern | 0:2 |
| FC Bayern gegen 1. FC Magdeburg | 6:1 |
DFB-Pokal 2026/27: Spielplan und Termine bis zum Finale
| Runde | Termin |
|---|---|
| Achtelfinale | 1. und 2. Dezember 2026 |
| Viertelfinale | 2./3. und 9./10. Februar 2027 |
| Halbfinale | 20. und 21. April 2027 |
| Finale | 29. Mai 2027, Olympiastadion Berlin |
Die genauen Anstoßzeiten und die Verteilung der Spiele auf Dienstag und Mittwoch legt der DFB in den kommenden Wochen fest. Dann steht auch fest, welche Partien im Free-TV laufen. Sky überträgt alle Spiele live.
Das Verdikt
Bayern im Glück, Dortmund mit dem Hammerlos. Frankfurt gegen den BVB ist ein Spiel, das auch ein Viertelfinale sein könnte, und für einen der beiden ist die Pokalsaison schon im Dezember vorbei. Das spannendste Bild liefern aber die Zweitligisten: Lautern, Kiel und Bochum haben Heimrecht und schon einen Bundesligisten auf dem Gewissen. Mindestens einer von ihnen dürfte im Februar noch im Pokal stehen. Für Hertha gibt es dagegen einen besonderen Anreiz: Das Finale steigt im eigenen Stadion.
