Alexander Zverev trifft im Achtelfinale des Masters in Shanghai auf Alexander Bublik. Das Duell steht am Dienstag, 13. Oktober, als erstes Match der Abendsession auf dem Stadium Court an und beginnt nicht vor 12:00 Uhr deutscher Zeit. Auf dem Papier ist Zverev klarer Favorit, die direkte Bilanz spricht aber für den Kasachen.
| Match | Alexander Zverev (GER, 1) gegen Alexander Bublik (KAZ, 19) |
| Runde | Achtelfinale, ATP Masters 1000 Shanghai |
| Datum | Dienstag, 13. Oktober 2026 |
| Uhrzeit | nicht vor 12:00 Uhr MESZ (18:00 Uhr Ortszeit) |
| Platz | Stadium Court |
| TV | Sky |
| Livestream | WOW |
| Bilanz | 3:1 für Bublik |
Wann spielt Zverev heute?
In Shanghai ist es sechs Stunden später als in Deutschland. Die Tagessession beginnt um 12:00 Uhr Ortszeit, also um 6:00 Uhr bei uns, die Abendsession um 18:00 Uhr Ortszeit und damit um 12:00 Uhr deutscher Zeit. Zverev gegen Bublik eröffnet die Abendsession. Danach folgt noch das Achtelfinale zwischen Alejandro Davidovich Fokina und Hubert Hurkacz.
Am Morgen spielen bereits Alex de Minaur und Karen Khachanov. Der Sieger dieses Duells ist Zverevs möglicher Gegner im Viertelfinale.
Zverev heute live im TV: Wo läuft das Match?
Das Masters in Shanghai läuft in Deutschland ausschließlich im Pay-TV bei Sky, im Livestream bei WOW. Eine Übertragung im Free-TV gibt es nicht. Wer kein Abo hat, kann das Match nur über Liveticker verfolgen, etwa bei Sportschau oder ran.
Läuft Zverev heute im ZDF oder bei Eurosport?
Nein. Die Rechte am Masters in Shanghai liegen in Deutschland aber bei Sky. Weder ZDF noch Eurosport zeigen das Achtelfinale gegen Bublik.
Die Bilanz: Bublik führt mit 3:1
| Jahr | Turnier | Sieger |
|---|---|---|
| 2021 | Rotterdam | Bublik |
| 2022 | Montpellier | Bublik |
| 2023 | Monte-Carlo | Zverev |
| 2023 | Halle, Halbfinale | Bublik (6:3, 7:5) |
Das letzte Duell liegt über drei Jahre zurück: Im Halbfinale von Halle 2023 setzte sich Bublik auf Rasen in zwei Sätzen durch. Den einzigen Sieg holte Zverev wenige Wochen zuvor in Monte-Carlo. In Shanghai treffen beide zum ersten Mal aufeinander.
Wer ist Alexander Bublik?
Bublik wurde am 17. Juni 1997 im russischen Gattschina geboren und spielt seit 2016 für Kasachstan. Bublik ist 1,96 Meter groß, sein Aufschlag ist seine stärkste Waffe: 2021 schlug er die meisten Asse aller ATP-Profis. Bekannt ist er außerdem für ungewöhnliche Mittel wie Aufschläge von unten und Trickschläge.
Bublik hat neun ATP-Titel gewonnen. Der größte war 2023 der Sieg beim ATP-500-Turnier in Halle, im Halbfinale schlug er dort Zverev. Seinen neunten Titel holte er im Januar 2026 in Hongkong mit einem Finalsieg gegen Lorenzo Musetti. Danach stand er erstmals unter den besten Zehn der Weltrangliste, aktuell ist er die Nummer 22.
Für Schlagzeilen sorgt Bublik auch abseits des Spiels. Beim Masters in Paris 2025 verweigerte er Alexei Popyrin nach seinem Sieg den Handschlag, weil dieser zwei Netzroller bejubelt hatte, statt sich zu entschuldigen. In Shanghai zertrümmerte er nach dem verlorenen ersten Satz gegen Nakashima seinen Schläger und gewann das Match trotzdem.
Formcheck: Zverev gegen Bublik
Zverev: 60 Siege und ein Fragezeichen
Der Sieg gegen Quentin Halys am Sonntag (6:4, 6:7, 6:3) war Zverevs 60. Matchsieg in dieser Saison. „60 Siege sind schön“, sagte er danach. Im gesamten Match musste er keinen einzigen Breakball abwehren und schlug 19 Asse. Zwei Dinge fielen aber auf: Zu Beginn des zweiten Satzes beschwerte er sich bei seiner Box über die Bespannung seiner Schläger, im dritten Satz hatte er phasenweise Probleme mit dem Knöchel. Schon im Auftaktspiel gegen Yibing Wu war er beim Stand von 5:5 im zweiten Satz mit dem linken Fuß umgeknickt.
Bublik: Aufschlag als Waffe
In dieser Saison hat Bublik eine Bilanz von 30 Siegen und 20 Niederlagen, auf Hartplatz sind es 13 Siege bei 6 Niederlagen. In Shanghai schlug er erst Tomas Machac (6:4, 7:6) und dann Brandon Nakashima (6:7, 6:3, 7:6). Gegen Nakashima servierte er 22 Asse und musste keinen einzigen Breakball abwehren.
| Zverev | Bublik | |
|---|---|---|
| Setzung in Shanghai | 1 | 19 |
| Weg ins Achtelfinale | Freilos, Wu, Halys | Freilos, Machac, Nakashima |
| Asse im letzten Match | 19 | 22 |
| Breakbälle gegen sich im letzten Match | 0 | 0 |
| Direkter Vergleich | 1 | 3 |
Was für Zverev auf dem Spiel steht
Die Nummer eins der Weltrangliste ist Zverev in diesem Jahr nach Berechnungen von Sky und Eurosport nicht mehr zu nehmen, seit Jannik Sinner am 6. Oktober seine Saison wegen Knieproblemen beendet hat. Offiziell wird der Wechsel frühestens mit dem Ranking vom 2. November. Je weiter Zverev in Shanghai kommt, desto früher kann es so weit sein: Mit dem Turniersieg in Shanghai würde ihm in Wien bereits das Halbfinale reichen.
Dazu kommt ein sportliches Ziel: Zverev wartet seit seinem Triumph in Paris Ende 2024 auf einen weiteren Masters-Titel. Das Feld in Shanghai hat sich bereits gelichtet. Unter anderem schied der an Nummer drei gesetzte Ben Shelton in der dritten Runde gegen Arthur Gea aus.
Zverevs nächstes Spiel: So geht es weiter
- Achtelfinale: Dienstag, 13. Oktober, gegen Bublik
- Viertelfinale: gegen den Sieger aus de Minaur gegen Khachanov
- Finale in Shanghai: Sonntag, 18. Oktober
- Nächstes Turnier: Wien, 24. Oktober bis 1. November
Das Verdikt
Die Bilanz spricht für Bublik, die Gegenwart für Zverev. Die drei Niederlagen stammen aus einer Zeit, in der Zverev noch keinen Grand-Slam-Titel hatte. Heute hat er zwei davon und 60 Saisonsiege. Gefährlich wird Bublik vor allem mit seinem Aufschlag: Nutzt Zverev seine Breakchancen so zögerlich wie gegen Halys, zwei von neun, entscheiden am Ende Tiebreaks. Der wichtigere Faktor ist ohnehin der Knöchel. Ist Zverev beschwerdefrei, ist er klarer Favorit. Wenn nicht, ist dieses Match offener, als die Setzliste vermuten lässt.
Quellen: tennisnet, ATP Tour, ran, Sportschau, Wikipedia, Sky Sport
