Zverev verliert Halbfinale in Shanghai gegen Davidovich Fokina

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Für Alexander Zverev ist das Masters in Shanghai im Halbfinale zu Ende gegangen. Der topgesetzte Deutsche verlor am Samstag überraschend gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 7:5, 4:6, 3:6. Die Niederlage hat Folgen: Den Sprung an die Spitze der Weltrangliste muss Zverev nun verschieben.

  • Ergebnis: Zverev gegen Davidovich Fokina 7:5, 4:6, 3:6
  • Folge für die Weltrangliste: Nummer eins frühestens während des Masters in Paris, das am 2. November beginnt
  • Nächstes Turnier: Wien, 24. Oktober bis 1. November
  • Finale in Shanghai: Davidovich Fokina gewinnt 1:6, 7:6, 6:4 gegen Rafael Jodar

Zverev im Halbfinale: So lief das Match

SatzErgebnisEntscheidender Moment
17:5Nach langsamem Start nahm Zverev seinem Gegner beim Stand von 5:5 den Aufschlag ab.
24:6Zverev wackelte mehrfach, Davidovich Fokina erhöhte mit variablem Spiel den Druck und holte das entscheidende Break.
33:6Der Spanier zog früh auf 3:0 und 4:1 davon. Zverev wehrte zwei Matchbälle ab, den dritten nicht.

Gespielt wurde bei schwülen 29 Grad und geöffnetem Hallendach. In den langen Ballwechseln war das Match ausgeglichen, doch Davidovich Fokina nutzte Zverevs kleine Fehler konsequent. Für den Spanier war es im achten Duell erst der zweite Sieg gegen Zverev, den ersten hatte er 2023 in Toronto gefeiert.

Zverevs Weg durch Shanghai

RundeGegnerErgebnis
1. RundeFreilos–
2. RundeYibing Wu6:4, 7:6
3. RundeQuentin Halys6:4, 6:7, 6:3
AchtelfinaleAlexander Bublik7:6, 4:6, 7:6
ViertelfinaleAlex de Minaur6:4, 6:4
HalbfinaleAlejandro Davidovich Fokina7:5, 4:6, 3:6

Auffällig: Drei seiner fünf Matches gingen über drei Sätze. Gegen Bublik musste Zverev zwei Tiebreaks spielen und klagte danach über körperliche Probleme. „Mein Knöchel hat leider wieder Probleme gemacht“, sagte er. Schon im Auftaktmatch gegen Wu war er umgeknickt. Gegen de Minaur wirkte er dagegen frisch und gewann in 78 Minuten glatt in zwei Sätzen.

Zverev und die Weltrangliste: Wann wird er die Nummer eins?

Dass Zverev in diesem Jahr die Spitze übernimmt, steht seit Montag fest. Jannik Sinner hat seine Saison verletzt beendet, und Carlos Alcaraz verlor in Shanghai, damit ist Zverev die Nummer eins zum Jahresende nicht mehr zu nehmen. Offen ist nur der Zeitpunkt.

Mit einem Sieg im Halbfinale wäre Zverev mit der Weltrangliste vom 2. November sicher die Nummer eins gewesen, unabhängig vom Finale und vom Turnier in Wien. Nach der Niederlage geht das in Wien nicht mehr. Frühestens während des Masters in Paris, das am 2. November beginnt, kann Zverev an die Spitze rücken. Er wäre der erste deutsche Weltranglistenerste seit Boris Becker 1991.

Wann spielt Zverev wieder?

Als Nächstes steht für Zverev das ATP-500-Turnier in Wien an, das vom 24. Oktober bis 1. November dauert. Danach folgen das Masters in Paris ab dem 2. November und zum Saisonabschluss die ATP Finals in Turin.

Mit dem Halbfinale in Shanghai steht Zverev in dieser Saison bei 62 Siegen und 15 Niederlagen.

Wer ist Alejandro Davidovich Fokina?

Der Spanier aus Málaga steht auf Platz 26 der Weltrangliste. In Shanghai erreichte er sein viertes Masters-Halbfinale und mit dem Sieg über Zverev sein zweites Masters-Finale. Das erste hatte er 2022 in Monte-Carlo gegen Stefanos Tsitsipas verloren. Auf dem Weg ins Halbfinale schlug er unter anderem Frances Tiafoe und Hubert Hurkacz.

Shanghai Masters Finale: Davidovich Fokina schlägt Jodar

Davidovich Fokina hat seinen Lauf vollendet und das Masters in Shanghai gewonnen. Im rein spanischen Finale gegen Rafael Jodar drehte er einen klaren Rückstand: Den ersten Satz verlor er 1:6, den zweiten gewann er im Tiebreak mit 7:5, den dritten mit 6:4. Für den Spanier ist es im zweiten Anlauf der erste Titel bei einem Masters-1000-Turnier. Jodar hatte im Halbfinale Daniil Medwedew ausgeschaltet. Zverev ist damit in Shanghai am späteren Turniersieger gescheitert.

Das Verdikt

Eine ärgerliche Niederlage, aber kein Rückschlag im großen Bild. Die Nummer eins ist Zverev sicher, er bekommt sie nur ein paar Tage später. Mehr Sorgen macht der Knöchel. Zverev hat in diesem Jahr schon über 75 Matches bestritten, und das Programm bis Turin ist dicht. Wenn er im November in Paris und Turin noch einmal um Titel spielen will, muss er in Wien klug mit seinen Kräften haushalten.

Quellen: Sky Sport, ZDF, ATP Tour, Tennis Majors, Blick